„DIE ZEIT DES BEKENNENS IST GEKOMMEN!“

PRÄSES KARL KOCH (1876-1951) UND SEINE ROLLE IM WIDERSTAND DER BEKENNENDEN KIRCHE GEGEN DAS DRITTE REICH

Die Proklamation „Die Zeit des Bekennens ist gekommen“ war die zentrale Aussage von Karl Koch, Präses der westfälischen Kirche, in seiner Rede auf der Provinzialsynode vom März 1934. Sie bildete den Ausgangspunkt für die Widerstandshandlungen, mit denen sich die evangelische Kirche gegen die Gewaltmaßnahmen der Hitler-Diktatur wehrte. Koch trat entschieden allen Versuchen entgegen, die evangelische Kirche mit dem NS-Staat gleichzuschalten und ihre rassisch-antisemitische Politik der Kirche aufzuzwingen. Der Autor rekonstruiert in dieser Studie die damaligen Ereignisse und legt dabei den Schwerpunkt auf die Beteiligung des beliebten Pfarrers, Superintendenten und Präses. Mit wissenschaftlicher Akribie, doch in betont leserfreundlicher Art wird das Wirken Kochs vor dem Hintergrund des Kirchenkampfes und der Bekennenden Kirche gewürdigt und ein in vielen Aspekten neues Bild dieser historischen Persönlichkeit entworfen.

Details
Die Zeit des Bekennens ist gekommen!
ISBN 978-3-947441-00-6
Taschenbuch, 492 Seiten
1. Auflage (Okt. 2017)
14,80 €
Preis inkl. MwSt.

Weitere Informationen

Martin Arends legt mit dieser Studie die erste große Biographie über eine der wichtigsten Gestalten der deutschen Kirchengeschichte des Dritten Reiches vor, die umso erstaunlicher erscheint, als die immensen Forschungsaktivitäten über Kirche und Nationalsozialismus in sieben Jahrzehnten auf eine systematische Untersuchung der Rolle und Bedeutung von Karl Koch haben verzichten können. In empirisch-analytischer Genauigkeit und dennoch leser-freundlich beleuchtet der Autor die Entwicklung Kochs, eines evangelischen Pfarrers deutsch-nationaler Herkunft, von der Weimarer Republik bis zum Ende des Dritten Reiches. Seit 1927 Präses der westfälischen Provinzialsynode war Koch an prominenter Stelle sogleich in die zentralen Konfliktlinien 1933 involviert und hat die Geschichte der Bekennenden Kirche auf verschiedenen Ebenen und in leitenden Funktionen aktiv begleitet und gestaltet. Im Mittelpunkt steht dabei seine theologisch reflektierende Rolle als Präses, der zwischen den verschiedenen Flügeln der Bekennenden Kirche, auch auf problematische Weise, zu vermitteln suchte. Anhand von vielfältigen zeitgeschichtlichen Dokumenten aus zahlreichen Archiven wird den zentralen Fragen zum Leben Kochs nachgegangen, etwa der Frage des Verhältnisses zum Nationalsozialismus, des Arierparagraphen und der Verfolgung der Juden, des Pfarrernotbundes, der Synoden zu Barmen und Dahlem, der Vorläufigen Kirchenleitung, der Kirchenausschüsse und der Deutschen Christen. Spannend und detailiert gelingt es, die Entwicklun-gen im historischen Nachvollzug transparent zu machen und Einfluss und Bedeutung Karl Kochs für die Kirchengeschichte Deutschlands gültig zu bestimmen..

1. Von Hitlers Machtergreifung bis zu den Kirchenwahlen
1.1 Weimarer Republik
1.1.1 Stellung von Koch zur NSDAP
1.1.2 Stellung der Kirche zur NSDAP
1.1.3 Staatsverständnis bei Koch
1.1.4 Stellung der NSDAP zur Kirche
1.2 „Regierung der nationalen Konzentration“
1.3 Hitlers Vertrauensfeldzug
1.4 Reichstreffen der Deutschen Christen
1.5 Reichstagsbrand
1.6 Ermächtigungsgesetz
1.7 Boykott jüdischer Geschäfte und „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“
1.8 Wahl zum Reichsbischof / Staatskommissariat
1.9 Kirchenwahlen
1.10 Westfälische Provinzialsynode

2. Von der Generalsynode bis zum Empfang der Kirchenführer beim Reichskanzler
2.1 Generalsynode der Altpreußischen Union / „Arierparagraph“
2.2 Status confessionis / Pfarrernotbund
2.3 Nationalsynode
2.4 Bischofsamt im Westfalen
2.5 „Sportpalastkundgebung“
2.6 Geistlicher Vizepräsident
2.7 „Maulkorberlaß“
2.8 Kanzlerempfang

3. Der Weg nach Barmen
3.1 Adlers Gewaltmaßnahmen in Westfalen
3.2 Westfälische Bekenntnissynode
3.3 Rheinisch-Westfälischer Gemeindetag
3.4 Folgen der Bekenntnissynode
3.5 Zweite Tagung der Westfälischen Bekenntnissynode in gemeinsamer Sitzung mit der Freien Synode im Rheinland
3.6 Ulmer Versammlung
3.7 Der „Nürnberger Ausschuss“
3.8 Reichssynode zu Barmen
3.9 Preußensynode zu Barmen

4. Der Weg nach Dahlem
4.1 Kirchensteuermittel
4.2 Übernahme der Kandidatenausbildung
4.3 Aufspaltungsbestrebungen
4.4 Botschaften an Frick, Hitler und Hindenburg
4.5 „Röhm-Putsch“
4.6 Fanö und der Einfluss der Ökumene
4.7 Gegenpart zum Reichsbischof
4.8 Nationalsynode
4.9 Diensteid
4.10 Gleichschaltungsbestrebungen
4.11 Reichssynode zu Dahlem

5. Von der Bildung der Vorläufigen Kirchenleitung bis zur Synode von Augsburg
5.1 Bischöfliche Position
5.2 „Aide Mémoire“
5.3 Schreiben an den Reichsbischof
5.4 Aufruf an die Gemeinden
5.5 Konflikte im Bruderrat
5.6 Audienz bei Göring
5.7 Bildung einer Vorläufigen Kirchenleitung
5.8 Verordnungen Müllers und Auswirkungen in Westfalen
5.9 Konflikt mit Frick
5.10 Verhältnis zu Dehn und Barth / Stellung zum Beamteneid
5.11 Adventsbotschaft
5.12 Kompetenzverteilung
5.13 Neuheidentum
5.14 Preußensynode zu Dahlem
5.15 Einigkeit und Distanz
5.16 Meusels Denkschrift
5.17 Konferenz der Vertreter der zerstörten Kirchenprovinzen
5.18 Reichssynode zu Augsburg

6. Die Zeit der Kirchenausschüsse
6.1 Reichskirchenminister Kerrl
6.2 Preußensynode zu Steglitz
6.3 Reichssynode zu Bad Oeynhausen
6.4 Provinzialkirchenausschuss der Kirchenprovinz Westfalen
6.5 Geistliche Leitung für Westfalen
6.6 Denkschrift an Hitler

7. Die Vorbereitung der Kirchenwahl
7.1 Neujahrsgruß
7.2 Kerrls „Verordnungswerk“
7.3 Hitlers Wahlerlass
7.4 Stellungnahme zur Wahl
7.5 Vortragsreisen und Wahlkampf
7.6 Reaktionen des Staates
7.7 Das Ende der Kirchenwahl
7.8 Judenfeindschaft und Altes Testament
7.9 Ehrenberg

8. Das Jahr 1938
8.1 Treueid auf Hitler
8.2 Barths Brief an Homádka
8.3 Gebet um Frieden
8.4 Entmachtung
8.5 Lücking
8.6 Essener Verhandlungen
8.7 Reichspogromnacht

9. Von der Epiphanias-Synode bis zum Kriegsbeginn
9.1 Epiphanias-Synode
9.2 Angriff des „Schwarzen Korps“
9.3 Godesberger Erklärung
9.4 Fragebögen zum Abstammungsnachweis
9.5 Einberufung einer westfälischen Bekenntnissynode
9.6 Ausbildung des theologischen Nachwuchses
9.7 Exaudi-Synode
9.8 Rückzug aus dem westfälischen Bruderrat

10. Kriegszeit
10.1 Hitlers Weg zum Krieg
10.2 Hitlers Burgfrieden
10.3 Konflikt mit Fiebig
10.4 Zusammenarbeit mit Thümmel und dem Konsistorium
10.5 Kirchliche Arbeit im Krieg
10.6 Exkurs: „Theologisch-ethische Besinnung über den Krieg“
10.7 Stellungnahmen im Krieg

A
Abstammungsnachweis | Adler, Bruno | Altes Testament | Althaus, Paul | Ammundsen, Ove Valdemar | Antijudaismus | Antisemitismus | Arendsee, Fritz | Arierparagraph in der Kirche | Arnim-Kröchlendorff, Detlev v.| Art. 161 VU | Asmussen, Hans | Augsburg

B
Bad Oeynhausen | Bartels, Ernst Albrecht | Bartels, Gottfried | Barth, Karl | Beamteneid | Beamtengesetz | Beckmann, Joachim | Bell, Georg | Best, Werner | Betheler Sätze | Beye, Wilhelm | Beyer, Hermann | Bielefeld | Bierschwalle, Alfred | Birnbaum, Walter | Bischofsgesetz | Bistum Münster | Blodau, Friedrich | Blomberg, Werner v. | Blutschutzgesetz | Bodelschwingh, Friedrich v. | Böhm, Hans | Bonhoeffer, Dietrich | Bormann, Martin | Bornkam, Heinrich | Borstel, Wilhelm | Brandes, Wilhelm | Breit, Thomas | Bremme, Rüdiger | Bruder, Otto | Brüning, Heinrich | Brunner, Peter | Bultmann, Rudolf | Bünde-Ennigloh | Bürckel, Josef | Burgfriedenserlass (Hitler) | Burghart, Georg | Busch, Wilhelm | Buschtöns, Friedrich | Busse, Gottfried (Schale) | Busse, Martin (Bielefeld) | Buttmann, Rudolf

C
Carlshöfer Pfarrertagung | Chamberlain, Houston | Christiansen, Nikolaus | Christlich-deutsche Bewegung | Christlich-konservative Partei | Christlich-Soziale Volksdienst | Coch, Friedrich | Cremer, Hermann | Cyrus, Hans

D
Dahlkötter, Paul | Dähne, Ulrich | Daladier, Édouard | Daluege, Kurt | Darré, Walter | DDP | Dehler, Thomas | Dehn, Günther | Deißmann, Adolf | Dellenbusch, Karl | Denkschrift für Hitler | Deppe, Johannes | Detten, Hermann v. | Deutschnationale Volkspartei | Dibelius, Otto | Dicke, Ewald | Dickel, Gustav | Diels, Rudolf | Diensteid | Dietrich, Ernst | Dinter, Arthur | Doehle, Heinrich | Doerfler, Theodor | Döring, Theodor | Dortmund | Drei-Männer-Kollegium | Duesterberg, Theodor

E
Eckert, Dietrich | Eger, Johannes | Ehrenberg, Hans | Eidam, Erling | Eidfrage | Beamteneid | Diensteid | Erklärung zum Treueid (Koch) | Treueid | Eisenacher Konferenz | Elert, Werner | Elger, August | Ellwein, Theodor | Engelke, Friedrich | Entkonfessionalisierung | Erlanger Gutachten | Ermächtigungsgesetz | Essener Verhandlungen | Evangelischer Arbeiterverein | Evangelium und Kirche

F
Fanö (Konferenz) | Feudingen | Fezer, Karl | Fiebig, Paul | Fiedler, Eberhardt | Flemming, Friedrich | Flor, Wilhelm | Forck, Bernhard Heinrich | Forell, Birger | Forsthoff, Heinrich | Freisler, Roland | Freitag, August | Freyberg, Alfred | Frick, Wilhelm | Führerprinzip in der Kirche | Fuldaer Bischofskonferenz | Fürbittenliste | Fürle, Günther

G
Gebetsliturgie | Gedanken zum Neubau der Kirchenordnung | Geistliche Leitung in Westfalen | Geistlicher Vertrauensrat | Generalsynode | Giesebrecht, Friedrich | Glaubensbewegung | Deutsche Volkskirche | Gleichschaltung | Globke, Hans | Gnadenerlass (Hitler) | Goebbels, Josef | Goeters, Wilhelm | Gogarten, Friedrich | Goltzen, Herbert | Göring, Hermann | Gottgläubigkeit | Gottlosenbewegung | Granzow, Alfred | Grynszpan, Herschel | Gürtner, Franz

H
Haenisch, Konrad | Haeuser, Philipp Hagen | Hahn (Justizrat) | Hahn, Hugo | Hamm | Hardt, Rudolf | Harzburger Front | Heckel, Theodor | Heilmann, Martin | Heim, Karl | Held, Heinrich | Henriod, Henry-Louis | Henselmann, Peter | Heß, Rudolf | Hesse, Hermann | Hesse, Klugkist | Heuner, Fritz | Heydrich, Reinhard | Heyer, Walter | Hildebrandt, Franz | Hilverkus-Werdohl | Himmler, Heinrich | Hindenburg, Paul von | Hirsch, Emanuel | Hitler, Adolf | Hitlerjugend | Hochdahl, Gustav | Hoffmann, Adolph | Holtrup | Homádka, Josef | Horstmann (Rektor) | Hossenfelder, Joachim | Hugenberg, Alfred | Hugo, Ludwig Maria | Humburg, Paul | Hymmen, Johannes

I
Immer, Karl | Iwand, Hans-Joachim

J
Jacob, Günter | Jacobi, Gerhard | Jäger, August | Jan, Julius v. | Jannasch, Wilhelm | Jasper, Rudolf | Jeremias, Friedrich | Jesuiten (Gebetsbuch) | Joos, Joseph | Judenfrage | Verfolgung der Juden | Juncker, Alfred | Jung, Otto | Jungreformatorische Bewegung

K
Kanzlerempfang | Kapler, Hermann | Kappus, Theodor | Karnatz, Bernhard | Karow, Emil | Kasseler Erklärung | Kasseler Gremium | Katholizismus | Kelle, Fritz | Kemp (Pfarrer) | Kerrl, Hanns | Kinder, Christian | Kirchenwahlen | Kisker Georg | Kittel, Gerhard | Klausener, Erich | Klepper, Jochen | Kloppenburg, Heinz | Klötzschke, Hermann | Koch, Werner | Koechlin, Alphons | Kohlmann, Walther | Kohlmeyer, Wilhelm | Kolbow, Karl Friedrich | Kolfhaus, Wilhelm | Kommunismus | Konferenz der Landesbruderräte | Konsistorium (Münster) | Koopmann, Otto | Kotzenberg, Walter | Kramm, Paul | Krause, Reinhold | Kriegsschuldlüge | Krummacher, Friedrich Wilhelm | Krupp, Herbert | Kube, Wilhelm | Küchenthal, Werner | Kuhlo, Rudolf | Künneth, Walther | Kunst, Hermann | Küntzelmann, Adalbert | Kupsch, Hermann | Kutzner (Kriegspfarrer)

L
Lammers, Hans-Heinrich | Landeskirchenausschuss (Preußen) | Landeskirchliche Konferenz | Lange, K.E.R. | Langmann, Otto | Lauerer, Hans | Leffler, Siegfried | Lehrvikariat | Leutiger, Karl | Ley, Robert | Liberale, kirchliche | Lilje, Hanns | Link, Wilhelm | Lubbe, Marinus van der | Lücking, Karl | Ludendorff, Erich | Lüninck, Ferdinand Freiherr v. | Lütgert, Wilhelm | Luther, Martin | Lütje, Eduard

M
Männerverein, christlich-patriotisch | Marahrens, August | Marburger Gutachten | Marxismus | Matthaei, Kurt | Maulkorberlass | Meinhold, Johannes | Meinzolt, Hans | Meiser, Hans | Meissner, Otto | Melanchthon, Philipp | Memorandum für Hitler (Führerempfang) | Mensing, Karl | Merz, Georg | Meusel, Ernst | Meusel, Marga | Minden | Minden-Ravensberg | Möller, Martin | Muhs, Reinhold | Mulert, Herbert | Müller, Friedrich | Müller, Friedrich (Fritz) | Müller, Ludwig | Müller, Wilhelm | Mussolini, Benito | Mythus des 20. Jahrhunderts

L
Nathusius, Martin v. | Nationalkirchliche Einigung | Nationalsynode | Neues Testament | Neuheidentum (Erlärung zum) | Neurath, Konstantin v. | Niederstein, Alfred | Niemann, Friedrich | Niemöller, Martin | Niemöller, Wilhelm | Niesel, Wilhelm | Nobiling, Siegfried | NSDAP

O
Oberheid, Heinrich | Oeynhausen, Adolf Freiherr v.| Ökumene | Ordnung für geistliche Hilfskräfte

P
Pacelli, Eugenio (Pius XII) | Papen, Franz v. | Pawel-Rammingen, Kurt v. | Perels, Friedrich Justus | Peter, Friedrich (Bischof in Sachsen) | Pfarrernotbund | Pfeffer von Salomon, Franz | Philipps, Wilhelm | Pieper, Lorenz | Potempa | Predigerseminar | Probst, Adalbert | Protestantische Rompilger | Provinzialkirchenausschuss (Westfalen) | Provinzialkirchenrat (Westfalen) | Putz, Eduard | Putzien, Paul

Q
Quistorp, Heinrich

R
Randenborgh, Gottfried v. | Rath, Ernst von | Recklinghausen | Redeker, Martin | Rehm, Wilhelm | Reichsbürgergesetz | Reichskirchenausschuss | Reichspogromnacht | Reichstagsbrand | Richtlinien für die Amtsführung der Bischöfe und Pröpste | Riethmüller, Otto | Röhm-Putsch | Römer-Brief | Rosenberg, Alfred | Röver, Carl | Rübesam, Rudolf | Ruppel, Erich | Rust, Bernhard

S
Saarabstimmung | Sachsenhausen (Konzentrationslager) | Salomon, Otto | Sanß, Werner | Sasse, Martin | Schaal, Karl Adolf | Schachleiter, Alban | Schalke | Schepmann, Wilhelm | Schieder, Julius | Schirach, Baldur von | Schlegel, Erich | Schleicher, Julius | Schmidt (Kreisleiter) | Schmiedchen, Johannes | Schmitz, Elisabeth | Schneider, Paul | Schniewind, Julius | Schöffel, Simon | Schomerus, Wilhelm | Schreiner, Helmuth | Schulz, Georg | Schwarze Korps (NS-Zeitschrift) | Seippel, Emil | Sellin, Ernst | Senn, Wilhelm Maria | Siebel, Walter Alfred (Fabrikant) | Siebold, Martin | Siebwahlsystem | Simultaneum (Westfalen) | Smidt, Udo | Soden, Hans v. | Söhngen, Oskar | Sozialdemokratie | Sozialisten, religiöse | Spelmeyer, Adolf | Sportpalastkundgebung | Stahlhelm | Stählin, Wilhelm | Stahn, Julius | Stallmann, Martin | Stange, Erich | Steil, Ludwig | Steinsiek, Hans | Stieghorst, Martin | Stockhausen, Max v. | Stoecker, Adolph | Stoltenhoff, Ernst | Stolze, Karl-Friedrich | Stoßberg, Rudolf | Strasser, Georg | Stratenwerth, Gerhard | Streicher, Julius | Summus episcopus | Superintendenten der Provinz Westfalen

T
Temple, William | Thadden, Reinold v. | Thimme, Hans | Thümmel, Gerhard | Tilemann, Heinrich | Tiling, Magdalene v. | Tillich, Ernst | Toleranzerlass von Heß | Torhorst, Arnold | Treueid | Treueid, Erklärung zum (Koch) | Treysaer Konferenz

U
Ulmer Erklärung

V
Veidt, Karl | Verordnung betreffend die Aufhebung des Amtes des Präsidenten, des weltlichen und geistlichen Vizepräsidenten des Evangelischen Oberkirchenrats | Verordnung über die Versetzung von Geistlichen im Interesse des Dienstes |Verordnung zur Sicherung der Deutschen Evangelischen Kirche | Verordnungswerk (Kerrl) | Vethake, Friedrich Wilhelm | Vetter, Heinrich | Vibrans, Gerhard | Vlotho | Vogel, Heinrich | Völkischer Beobachter (NS-Zeitschrift) | Vorläufige Kirchenleitung | Voß, Paul

W
Wagner, Adolf | Waidner, Wilhelm | Walzer, Paul | Wartheland | Weber, Otto | Weirich, Wilhelm | Weißler, Friedrich | Wentz, Karl | Werner, Friedrich | Weschke, Eugen | Westfälische Provinzialsynode | Wichern, Heinrich (Oberarzt) | Wieneke, Friedrich | Winckler, Paul | Witten | Wurm, Theophil

Y
Young-Plan

Z
Zänker, Otto | Zentgraf, Rudolf | Zentrum (Partei) | Zöckler, Otto | Zoellner, Wilhelm

(Anmerkung: Vom Stichwortverzeichnis wurden solche Begriffe ausgenommen, die sehr häufig vorkommen und damit den Rahmen eines Verzeichnisses sprengen würden. Dazu gehören die Suchbegriffe Barmen, Bekennende Kirche, Bekenntnissynode, Bruderrat, Dahlem, Deutsche Christen, Karl Koch, Westfalen, Rheinland.)

  1. Von Hitlers Machtergreifung bis zu den Kirchenwahlen

1.1. Weimarer Republik    

1.1.1. Stellung von Koch zur NSDAP   

– Bildung einer antisozialistische Front

– Bedauern darüber, dass die NSDAP die Zusammenarbeit verweigert (1924)

– Befürwortung: Harzburger Front u. Regierung der nationalen Konzentration (1930/33)

1.1.2. Stellung der Kirche zur NSDAP  

1.1.3. Staatsverständnis bei Koch          

– „starker Staat“ – Erziehung des Einzelnen zu Gehorsam u Dienst für den Staat

– Forderung:DNVPund NSDAP müssen Hand in Hand gehen (1932)

– „Volk und Vaterland“ – gemeinsame Ideale

– Kritik an Auflösung von SS und SA durch Brüning

1.1.4. Stellung der NSDAP zur Kirche              

1.2. „Regierung der nationalen Konzentration“          

– Hoffnung auf geistige und wirtschaftliche Erneuerung Deutschlands bei Koch

– VieleÜberschneidungen mit den Zielen der NS-Bewegung: gemeinsame Gegner (Kommunismus, Zentrum, SPD)

– WR: Säkularisation des Staates / Hoffnung:unter Hitler wirdKirche wieder zum geistlichen Grundstein der Nation

1.3. Hitlers Vertrauensfeldzug    

   – pseudo-religiöse Phrasen und „tiefe religiöse Ehrfurcht“

– Anschein einer Erneuerung der sittlichen,religiösen und christlichen Grundlagen des Volkslebens

– Bildung eines Mythos: Orientierung an der Bibel

1.4. Reichstreffen der Deutschen Christen     

– Ziel: Gleichschaltung von Staat und Kirche

– Verbindung zwischen völkischen Idealen (Rasse, Volk, Sippe) und kirchlicher Tradition

– Koch: keine Vermischung der Verkündung mit menschlichen oder zeitgeschichtlichen Elementen

1.5. Reichstagsbrand        

– „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ –Außerkraftsetzung wesentlicher Grundrechte vom 28.02.33

1.6. Ermächtigungsgesetz  (23.03.33)   

– Übertragung von Rechten des Reichstags auf die Reichsregierung

1.7. Boykott jüdischer Geschäfte und „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“  (1.04.33)       

–  Antisemitismus kam bei Wählern gut an

– Koch ging nicht mit antisemitischen Reden auf Wählerfang – trotzdem judenfeindliche Grundhaltung: DVFP, Meinhold,Natusius

1.8. Wahl zum Reichsbischof / Staatskommissariat       

– Deutsche Christen +JB = Erneuerung der alten Kirche
                                     Ausschluß der nicht-arischen Pfarrer

– Bodelschwingh als Ratgeber für Koch

– Als DNVP-Abg. u. Politiker kritisch zu Deutsche Christen  /  Koalition zw. DNVP u. NSDAP

– Wahl des Reichsbischofs  /  Wahl Stoltenhoffs als Nachfolger von Kapler  /  Staatskommissar Jäger

– Verfassung vom 11.07.1933

1.9. Kirchenwahlen    (23.07.33)            

– Westfalen: „Evangelium und Kirche“ <-> Deutsche Christen  /  in 360 von 431 Gemeinden: Einheitslisten mit NSDAP-Prominenz auf den vordersten Plätzen

– Koch blieb neutral – keine Wahlempfehlung

    -> später bereute er die die Einheitslisten und beklagte den fehlenden Mut der Gemeinden 

1.10. Westfälische Provinzialsynode  (22.-24.08.33) 

– Westfalen: Siebwahlsystem verhinderte DC-Mehrheit in Presbyterien u. Kreissynoden

– Provinzialsynode: 80:60 für EuK

– Rede von Koch:
Ÿ Kritik an WR u. Hoffnung auf neue Regierung („machtvolle Wendung zu Dt.s Ehre“);  Tenor: Gott hat die Geschicke Dt.s in Hitlers Hand gegeben u. Gebet für Hitler
Ÿ Kritik an kirchlichen Vorgängen: Staatskommissar, Kirchenwahlen -> Eingriff in Kirche von DC u. EuK lehnte der ab -> blieb neutral
Ÿ Bekenntnis ist lebenswichtig für Kirche u. Abgrenzungslinie zum totalitären Staat – kein Staatskirchentum: Staat = Gottes Ordnung in sündiger Welt  ≠  Kirche = göttliche Ordnung für Ewigkeit
Ÿ kein Führergedanke in Kirche

  1. Von der Generalsynode bis zum Empfang beim Reichskanzler

– Rücktritt des EOK – neue Leitung: Müller, etc.

– Koch wählt im Kirchensenat Müller zum Präsident des EOK mit

2.1. Generalsynode der Altpreußischen Union / „Arierparagraph“  (4.09.34)       

– Arierparagraphen: Trennung zwischen Staat und Kirche

– Koch als Sprecher der Gruppe EuK (-> Wahl aufgrund der deutlichen Worte auf der westf. Provinzialsynode)

– Erklärung Kochs: rücksichtsloser Gebrauch der Macht – keine Aussprache möglich  +  Verlassen der Synode – EuK folgte seinem Beispiel
-> Koch stellte sich damit öffentlich gegen die Einführung des Arierparagraphen in die Kirche und den Ausschluss der juden-christlichen Pfarrer

2.2. Status confessionis / Pfarrernotbund   (21.09.33)          

– Gruppe um Bonhoeffer, Niemöller und Jacobi

– Verpflichtungserklärung von M.N.  +  Versand an Pfarrer

– Gespräche zwischen Koch und M.N. um Anschluss des westf. Bruderbundes an PNB

– Koch trat dem PNB bei

2.3. Nationalsynode    (27.09.33)

– Gutachten zum Arierparagraphen (Marburg u. Erlangen)

– Ambivalente Haltung Kochs zum Arierparagaphen und Juden-Christen als Pfarrer
-> Generalsynode / Brief an Müller / PNB

– keine Einführung des Arierparagraphen durch Nationalsynode  /  RB Müller gewählt

– Koch: Teilnehmer der Nationalsynode -> Annäherung an kirchliche Opposition -> Übergabe einer Eingabe von Niemöller u. Bonhoeffer an RB Müller (als einziger Kirchenführer protestierte Koch gegen die Missstände öffentlich)

– weiteres Schicksal des Arierparagraphens

– Protest gegen Ämterhäufung

2.4. Bischofsamt im Westfalen    

– Protest Koch gegen Bischofsgesetz (Einführung des Bischofsamtes in Westfalen) – Sonderrechte für Westfalen (Zustimmung der Provinzialsynode erforderlich)

– Provinzialsynode vom 7.12.33 – Rede von Koch (Führerprinzip / Staat u. Kirche: Aufgabe)

– „Gedanken zum Neubau der Kirchenordnung“ (Präsesamt als alleinige Führung)

2.5. „Sportpalastkundgebung“   (13.11.33)       

– Rede von Krause und Zustimmung  DC-Führer

– Besprechungen von Koch mit anderen Kirchenführern in Berlin und Stuttgart

– Proteste vieler Gemeinden in Westfalen

– Brief von Koch an Müller: Protest u. drei Forderungen (u.a. kein Zwang u. Gewalt in Kirche)

2.6. Geistlicher Vizepräsident   (ab 4.12.33)     

– Koch wurde von mehreren Seiten als Geistlicher Vizepräsident des EOK und als Mitglied im Geistlichen Ministerium empfohlen: luth. Bischöfe, Niemöller, Laurer)

– Charakterisierung Kochs durch M.N.

– Koch war zur Mitarbeit bereit – aber nur unter bestimmten Bedingungen  ->  Briefe u. Gespräche mit RB Müller: Einklang mit PNB  +  ausreichende Kompetenzen  +  Mitglied im G.M.

2.7. „Maulkorberlaß“    (4.01.34) 

– „Maulkorb“ von RB Müller  /   Kanzelabkündigung des PNB

– Cyrus (mit Koch) hatten die Kanzelabkündigung verlesen

– Vorbereitung auf Empfang: Memorandum

– Telefonat Niemöllers

2.8. Kanzlerempfang   (25.01.34)           

– negative Presse im Ausland wg. Unterdrückung der ev. Kirche

– Ernennung Rosenberg: Entkonfessionalisierung – der christliche Glaube sollte aus dem Leben des Volkes verschwinden, dafür germanischer Glaube als Ersatz

– martialisches Auftreten Goerings: telefonat M.N.  +   Hitlers Reaktion: Hintertreppenpolitik

– Koch unterstützte M.N. u. PNB weiter – luth. Bischöfe unterstellten sich RB Müller

– Anteil Kochs an Besprechung – Bericht von ihm

  1. Der Weg nach Barmen

– VO´s von RB Müller: Befugnisse des LB von Preußen auf RB  /  Versetzung von Pfarrern ohne Einspruchsmöglichkeit  /  Versetzung in Ruhestand  /  Aufhebung des EOK u. Präsidentenamt  ->  als Strafmaßnahmen gg. oppositionelle Pfarrer

– Artikel VB: Diener Gottes als Saboteure an NS-Aufbauarbeit

3.1. Adlers Gewaltmaßnahmen in Westfalen   (Febr. ´34)    

– Disziplinierungsmaßnahmen gegen Pfarrer: Versetzung und Ruhestand bzw. Amtsenthebung gg. Superintendenten  ->  Reaktion: Pfarrer blieben vor Ort u. klagten gg. Ihre Gemeinde  ->  Bruderschaft lieferte dafür juristische Voraussetzung

– Änderung der Taktik von Koch u. Pfarrer: kein öffentlicher Protest, sondern Vorträge in Gemeinden (Informierung)

– Adler entmachtete das Konsistorium 

– Gutachten von Stratenwerth: synodale Parallelstrukturen schaffen

3.2. Westfälische Bekenntnissynode   (16.03.34)      

– KG von RB Müller: DEK übernimmt Leitung der EkdAPU   /   Kirchensenat aufgehoben  /  Umbildung der Provinzialsynoden (Bischof als Präses)  /  Sonderrechte Westfalens aufgehoben
RF: Koch als Präses entmachtet

– Rede Kochs auf der Provinzialsynode („Zeit des Bekennens ist gekommen ….“)  –  Auflösung durch Gestapo  –  Zusammentritt als Bekenntnissynode

3.3. Rheinisch-Westfälischer Gemeindetag   (18.03.34)       

– Gemeindetag war die Antwort der Gemeinden auf die Forderung der westf. Bekenntnis-synode, sich ihr zu unterstellen

– Rede Kochs: brüderliche Beratung statt Führerprinzip

3.4. Folgen der Bekenntnissynode        

– 200 westf. Gemeinden stellten sich hinter die Bekenntnissynode

– Adler ernannte neue Provinzialsynode u. Provinzialkirchenrat

– Hausdurchsuchung bei Koch (21.07.)  / Postkontrolle / Telefonüberwachung

– Amtsentlassung von Koch (22.03.) durch RB Müller

– Gemeindeverordnete B.O. befürworteten Entlassung – Schisma: Gläubige standen zu Koch: Versammlung sprach ihr Vertrauen aus

– Kreissynode stellte sich hinter Koch (36:6)

– Koch klagte auf Weiterzahlung des vollen Gehalts  (gg. EkdAPU  u. Gemeinde B.O.)

– polizeiliche Untersuchung / Verfahren gg. Koch: staatsgefährdende Äußerungen

– Hrsg. der Provinzialkasse an Adler  –  Adler verbrauchte viele Gelder

– Koch u. der BR unterstützten Gemeinden juristisch u. verwaltungstechnisch: Vfg. des Bistum Münster ignorieren 

3.5 Westfälischen Bekenntnissynode mit Freien Synode im Rheinland  (29.04.34) 

– Grund: Maßnahmen der Kirchenleitung haben viele Gemeinden gespalten u. verwüstet

– Kritik Kochs an
Ÿ Botschaft RB v. 12.04. – Trennung zwischen Bekenntnisstand und Organisation der Kirche
Ÿ Ziel des RB: Einrichtung einer deutschen Nationalkirche ohne Konfession
Ÿ „Front des neuen Heidentums“: völkischer Idealismus mit Volk, Blut u. Boden
Ÿ Urteil in Sachen Werner gg. Müller – VO u. Gesetze des RB zw. Jan. u. März als ungültig    
     festgestellt  ->  Folge: auch die dadurch geschaffenen Instanzen seien nichtig

– Konsistorium in Münster: williges Instrument für Adler (Austausch der Konsistorialräte)
-> Koch u. Prov.syn. mußten auch äußere Ordnung (Verwaltungsaufgaben) übernehmen – Übernahme der Finanzverwaltung (Umlage u. Kollekten an Prov.syn. abführen)

3.6. Ulmer Versammlung  (22.04.34)     

– Meiser u. Wurm suchten Verbindung zu Koch u. BK – Grund: Müllers geplante Reichskirche

– Koch: „Eindruck macht nur Handeln!“

– Treffen in Nürnberg  ->  „Nürnberger Ausschuss“: Planung der Zusammenarbeit -> Vors. Koch

– Treffen in Ulm – „Ulmer Erklärung“ (von Asmussen u. Koch) – Versammlung bestimmte Koch zum Vors. u. äußerte Wunsch nach Einberufung einer Bekenntnissynode
-> Koch u. Opposition sahen sich nun als die legitime ev. Kirche an  

3.7. Der „Nürnberger Ausschuss“          

– Schreiben Koch an Frick: Anspruch auf Leitung der DEK – Reichskirchenregierung stütze sich nicht auf Vertrauen, sondern auf Gewalt (Eingliederung der Lken)
-> jedoch: dies keine Ablehnung des NS-Staates; „Treu sein im Dienst für Volk u. Staat“

– Bildung von drei Unterausschüssen (theolog., rechtl., prakt.) u. Ausarbeitung von Entwürfen

– Einsetzung eines stellvertr. RB´s (Vorschlag: Koch) – jedoch verworfen: Koch wollte nicht

– Koch lehnte Hilfen durch ausländische Kirchen ab, da er politische Konflikte befürchtete

3.8. Reichssynode zu Barmen   (29.-31.05.1934)       

– RB Müller beruft Jäger zum „Rechtswalter“ – Jäger soll Eingliederung vorantreiben

– Reaktion: Barmer Theologische Erklärung (Aufbau: Bibelwort+These+Antithese)

– Ansprache Marahrens: Kirche solle auf das Volk hören / Kirche solle sich Volk und Führer hingeben

– Ansprache Koch: durch Gewalt der Reichskirchenreg. ist stautus confessiones eingetreten u. zwingt die Synode zum handeln
-> loyale Einstellung zu Hitlers Regierung – Synode soll mithelfen, dass Volk und Führer ihren schweren Weg gehen können – jedoch keine Rezipierung der NS-Ideologie

– Terminus „Volk“ bei Marahrens und Koch

– aus Nürnberger Ausschuss wird Reichsbruderrat mit Koch als Vorsitzenden

3.9. Preußensynode zu Barmen   (29.-31.05.1934)               

– Eingliederung der EkdAPU in Reichskirche

– Erklärung zur Rechtslage: Organe der APU mit Kirchenwahl nicht mehr bekenntnismäßig und damit kirchenverfassungsrechtlich ungültig – an ihre Stelle sollen Notorgane treten, bis Rechtmäßigkeit wiederhergestellt ist – Synode sah sich als die rechtmäßige EkdAP , mit dem Anspruch, für die gesamte Kirche zu sprechen u. Verantwortung zu übernehmen

– Verfasser: M.N. – Koch stimmte zu u. sorgte für Verbreitung

  1. Der Weg nach Dahlem

– Fünf Aufgabengebiete Kochs

– Weiterdienen trotz Suspendierung

4.1 Kirchensteuermittel   (Juni ´34)        

– Adler wandte Kirchensteuermittel als Druckmittel gegen Gemeinden an

– Aufforderung Kochs: landeskirchliche Umlage und Kollekten an „Synodal-Kasse“ zahlen

– Rundbriefe Kochs zu Info der Gemeinde u. Rundbriefe von Adler u Konsistorium

– Errichtung einer Rechtsabteilung in B.O. – Beratung für Koch, BR u. Gemeinden
-> Koch war sehr um juristische Beweisführung gelegen

– Anzeige u. Ermittlung der OStA gg. Koch wg. Steuerstreik – Verfahren eingestellt

4.2 Übernahme der Kandidatenausbildung    

– RB Müller u. Konsistorium in Münster hatten Kandidaten der BK aus Predigerseminar / Vikariat entlassen

– Koch wies Kandidaten in Vikariat ein u. eröffnete Predigerseminar in Bielefeld

4.3 Aufspaltungsbestrebungen   (Juli ´34)       

– Frage im RBR: Legalitätskurs oder Bruch mit Reichskirchenregierung (RKR)?

– Bayern: „BK ist nur ein notwendiges Übel“ – Meiser u. Marahrens verhandelten mit RKR u. bildeten einen „Lutherischen Rat“

– Koch gg. Aufspaltungsbestrebungen u. konfessionelle Sonderwünsche  ->  Schreiben an M.u.M.

4.4 Botschaften an Frick, Hitler und Hindenburg     (Juli ´34)           201

– Maulkorb v. Frick: kirchliche Nachrichtensperre über Kirchenkampf

– Koch an Frick: Einspruch gg. staatlichen Eingriff

– Koch an Hitler: Darstellung seiner Sicht der kirchlichen Lage – Hitler sollte beide Seiten hören

– Folgen für Koch: Hausdurchsuchung, Beschlagnahme von Papieren, Postsperre u. Telefonüberwachung durch Gestapo

– Koch an Hindenburg: Protest gg. Maßnahmen – ohne Wirkung, H. zu krank

4.5 „Röhm-Putsch“    (30.06.34)         

– Koch kritisierte die Tötungen auf RBR-Sitzung

– Todesliste der DC: Koch u. Niemöller

– Todesdrohungen aus Reichskulturministerium an Koch zugetragen (wg. Kontakte zum Ausland)

– RB Müller: Drohung ggü. Koch und Asmussen: „auch RB kann 30.06. haben“

– Koch glaubte an eigene Ermordung – wie bei Röhm

4.6 Fanö und der Einfluss der Ökumene         

– Interesse des Auslands am Kirchenkampf – Hirtenbrief von Bell (Mai ´34)

– Einladung für Koch – Koch ging nicht (wg. zahlreicher Gründe)

– Protest des Ökumenischen Rates für praktisches Christentum gg. RKR

– Wahl Kochs als Nachfolger von Söderblum in den Rat

– Barmen u. Dahlem standen unter dem Schutz der Ökumene (Drohung mit öffentlicher Stellungnahme, u.a. von Bischöfen in England)

4.7 Gegenpart zum Reichsbischof        

– Koch = Präses in Preußen u. Reich  –  jedoch aus Kirche heraus gewählt, nicht durch Eingriff vom Staat (wie RB Müller)

– Jäger verdrängt Oberheid

4.8 Nationalsynode   (9.08.34)    

– Jäger: Entfernung aller oppositionellen Mitglieder – auch Koch: Entlassungsschreiben

– Koch : Zusammensetzung nach Willkür, nicht nach Recht und Gesetz / kein verfassungsmäßiges Recht, gewählte Mitglieder auszuschließen

4.9 Diensteid           

– „Gesetz über den Diensteid der Geistlichen und Beamten“  –  Treueid auf Hitler u. RKR

– Koch: kein Recht der Nationalsynode zum Erlaß des Gesetzes / nur Staat dürfe Diensteid fordern, nicht RKR

4.10 Gleichschaltungsbestrebungen    

– Eingliederungsversuche ggü Bayern und Württemberg – Hausarrest für Meiser u. Wurm

– Jäger: Einführung einer nordisch-christlichen Mischreligion – gestützt von Himmler

– Schreiben Koch an Reichsleitung NSDAP u. Reichsregierung: Nutzung von Radio u. Presse um Lügen über die BK-Pfarrer zu verbreiten  /  Druck von Parteiführern auf Unterstützer der BK

4.11 Reichssynode zu Dahlem      

– Rede Kochs: Abrücken vom AT, Ruf nach heldischer Frömmigkeit u. völkischer Erneuerung der Kirche  ->  Abwehrbewegung unter „Bindung an Bibel u. Bekenntnis“

– Botschaft aus Dahlem:
Ÿ durch Gewaltmaßnahmen wurde christliche Grundlage der DEK verlassen -> alle Proteste u. Warnungen waren vergeblich – unter Berufung auf Hitlers Willen wurde kirchenzerstöreisches Werk fortgesetzt -> Konsequaenz: kirchliches Notrecht!
Ÿ Notrecht  –  3 Teile: Trennung von RKR/Kirchenleitung   /  Berufung neuer Organe zur Leitung der Kirche  /  Aufforderung an Gemeinden, sich der Synode zu unterstellen
Ÿ Unabhängigkeitserklärung von Staatsmacht bzgl. Lehre u. Ordnung  –  Kirche habe in Lehre u. Ordnung allein zu entscheiden

– Gürtner -> Hitler; Hitler lud statt Jäger u. Müller nun M,M&W ein – Jäger mußte zurücktreten

– Erweiterung des Bruderrates von 15 auf 22 Personen – 6 davon bildeten den Rat (Vors. Koch)

  1. Von der Bildung der Vorläufigen Kirchenleitung bis zur Synode von Augsburg

5.1 Bischöfliche Position 

– Koch trat für „Reibivorschlag“ ein; wollte das Zepter des Handelns in der Hand behalten

– M.N. setzte sich für Koch als Nachfolger von Müller ein

– Kritik an M,M&W: Kanzlerempfang ohne Koch

– Nach Rehabilitierung erhoben luth. Bischöfe Anspruch auf Gleichberechtigung ggü. BK-Führung  –  Ablehnung des Notkirchenregiments

5.2 „Aide Mémoire“       

– Verhandlungen von Koch mit Gürtner, Neurath u. Krosigh über einen Vorschlag von ihm u. Fiedler: da es kein verfassungsmäßiges Organ zur Leitung der Kirche gebe, erbat Koch von Seiten der Regierung einen Zeitraum von 12 Monaten, um erforderliche Maßnahmen zu treffen.

– Gürtner: Thesenpapier „staatsrechtlich tragbar“

– Koch hatte damit die Linie von Dahlem verlassen: Kirche solle unabhängig vom Staat entscheiden

5.3 Schreiben an der Reichsbischof                 

– Koch an Müller: „unverzüglicher Rücktritt“  –  DEK verträgt nicht länger die Zerstörung ihrer Ordnung

– Antwort Müller: Rücktritt nicht möglich – würde weitere Unruhe bringen – Sammlung aller aufbauwilligen Kräfte (-> mit d.c.-Bischöfe =  Bischofsrat gebildet)
-> Frick unterstützte Müller

5.4 Aufruf an die Gemeinden    (31.10.1934)              

– Aufruf von Koch an die Gemeinden: „Schließt euch zum Kampf mit uns zusammen“

5.5 Konflikte im Bruderrat        (9.11.34)             

– Erlass Frick (6.11.): keine Berichte in Presse über kirchliche Angelegenheiten
-> Reaktion Koch: vermehrt Vorträge zur Information der Gemeinden

– Sitzung RBR (9.11.): Konflikt um Fronterweiterung und Führung
a) Koch wollte weitere Kreise integieren u. intakten Kirchen den Zutritt erleichtern
b) RBR: Koch als Nachfolger für Müller / luth. Bischöfe: Bedenken gg. Koch (politisch ungeeignet u. theologisch kein Bischof)  /  Buttmann: nur Marahrens mgl.

5.6 Audienz bei Göring   16.11.34)                    

– Koch u. M.N. bei Goering  ->  Koch wollte Zustimmung zu seinem Entwurf eines Kirchenregiments durch die Bekenntnisgemeinschaft

– Unterhaltung über NS-Religionspolitik  –  Aussage Goering: NS-Staat wird den 2000 jährigen Aberglauben an Jesus von Nazarteh ein Ende setzen.

– Koch berichtet darüber in Versammlungen  –  Folge: Verhaftung u. Verhör durch Gestapo

– „Landesverräter u. Staatsfeinde“ und „Saboteure“ u. „Nörgler“ – Frick u. Goebbels über BK

5.7 Bildung einer Vorläufigen Kirchenleitung     (20.-22.11.34)                  

– Sitzung des RBR mit luth. Bischöfen – Diskussion über Personalfragen
-> „Vereinbarung einer VKL der DEK“ (Marahrens, Koch, Humburg, Breit, Fiedler)  –  Zusammensetzung entsprach der Besetzung der KV über Bildung des Geistl. Ministeriums
-> Aufgabe: gemäß Barmen u. Dahlem die DEK zu ordnen u. zu einer Einheit aufzubauen

– Koch trat in zweite Reihe zurück – durch Marahrens: weitere Kreise anschließen u. Plazet durch Staat  ->  jedoch: Plazet blieb aus – dafür Spaltung: Niemöller, Barth, Asmussen traten aus BR aus

– Verhalten Marahrens ggü. Staat u. Machthabern

5.8 Verordnungen Müllers und Auswirkungen in Westfalen    (20.11.34)           

– Rücknahme aller VOs aus 1934  ->  Folge: Rechtszustand wie vor dem 26.01.34

– Auflösung der d.c. Provinzialsynode u. Provinzialkirchenrates  /  Konsistorium trennte sich von Adler  –  auch Koch verweigerte Zusammenarbeit mit Adler  –  Koch wurde wieder rechtmäßiger Präses (Stellvertr.: Lücking)  –  Zusammensetzung des neuen PKR

5.9 Konflikt mit Frick          

– Frick: unter christlichem Deckmantel sammeln sich Staatsfeinde und Landesverräter – Staat wird durchgreifen

– Koch an Frick (12.12.34): „Staatsfeinde u. Landesverräter haben bei uns keinen Raum“ – Forderung nach Beweisen u. Untersuchung u. Bestrafung der Schuldigen

– Koch gab die Aussagen an die Gemeinden weiter

– Koch bemühte sich außerordentlich, staatsfeindliche Pfarrer der BK fernzuhalten  –  u.a. religiöse Sozialisten u. „rote“ Pfarrer wie Günter Dehn

5.10 Verhältnis zu Dehn und Barth / Stellung zum Beamteneid    

– Dehn-Vortrag: Soldatentod u. christl. Opfertod nicht vergleichbar
-> Koch: „staatsverräterische Einstellung“ – Koch verhinderte, dass Dehn Mitglied der Dahlemer Synode wurde

– Barth: Zusammenarbeit auf Synoden in Barmen u. Dahlem

– Barth verweigerte Beamteneid zu leisten – Entlassung durch Rust

– Koch zum Beamteneid: Staat hat das Recht, Eid zu fordern

5.11 Adventsbotschaft      

– Aufgaben: Wortverkündung u. Sakrmentsverwaltung – keine Modepredigten – alle Gemeinden auf gleichen theologischen Standard – Weiterbildung der Pfarrer u. Vereinheitlichung von Predigttexten  ->  Grund: gut gerüstete Gemeinden = weniger anfällig für Irrlehre des Neuheidentums

5.12 Kompetenzverteilung                       

– Sitzung des RBR mit VKL  –  Diskussion über Kompetenzen
Ergebnis: VKL soll Neuordnung gemäß Barmen u. Dahlem vollziehen

– Koch glaubte an Plazet für VKL -> es sei freundschaftliche Haltung des Staates festzustellen

5.13 Neuheidentum                      

– Werbetätigkeit deutsch-gläubiger Gruppen  –  geduldet u. gefördert vom Staat (Mythos + Bauernkalender)

– Koch: Wort an die Gemeinden  –  Warnung vor Kompromissen u. Forderung an Reg., die versprochene religiöse Neutralität in Kirchenfragen einzuhalten

5.14 Preußensynode zu Dahlem                       

– Kundgebung: Volk ist von tödlicher Gefahr bedroht – neue Religion (Glaube an „Blut, Rasse u. Volkstum“ soll christlichen Glauben ersetzen – Warnung an den Staat)

– Koch fordert Gemeinden zur Verlesung auf – Staat verhaftet 500 Pfarrer (Frick: heimtückischer Angriff auf Staat u. Volk)  ->  Koch verhandelt mit staatlichen Stellen: Kundgebung ist kein politischer Angriff u. Verlesung mit Zusatz

– Koch danach: Zusammenbruch und Sanatorium

5.15 Einigkeit und Distanz                      

– schwierige Versuche von Koch, beide Flügel zusammen zu halten
Ÿ M.N.: Protest gg. „Fürbitte zum Geburtstag des Führers“ der VKL, angesichts der Verhaftungswelle – Koch solle VKL „abhängen“
Ÿ Meiser: ständig neue Bedingungen für Teilnahme an Synode

– Problm Barth: Koch hatte ihn trotz Protest von Meiser eingeladen  –  aber deutschfeindliche Bemerkungen von Barth im Ausland  –  Ausladung

5.16 Meusels Denkschrift     (10.05.35) 

– Denkschrift über Aufgaben der BK an evang. Nichtarier

– Koch verhinderte die Weitergabe und eine Besprechung auf der Synode

– „Nürnberger Gesetze“  /  „Reichsbürgergesetz“ v. 15.09.35  –  Ausgrenzung der Juden wird offizielles Staatsziel

5.17 Konferenz der Vertreter der zerstörten Kirchenprovinzen    (22.+23.05.35) 

– dreimal Verschieben der Synode durch Forderungen von Meiser

– Koch lud Landesbruderräte zu Konferenz ein – Aussprache über gemeinsame Nöte u. Aufgaben

– brüderliches Wort an die Gemeinden in Bedrängnis u. Richtlinien für künftige Arbeit

5.18 Reichssynode zu Augsburg     (4.-6-06.35)                     

– Eröffnungsrede von Koch: Rückblick auf B & D  /  Aufgabe: Weisung für gegenwärtige Lage zu geben  /  VKL

– Koch schaffte es, die Gemeinschaft zusammenzuhalten  –  einstimmige Beschlüsse

– zwei Kundgebungen:
Ÿ Wort an die Obrigkeit
Ÿ Wort an die Gemeinden  (7 Sendschreiben)

– Kritik von Bonhoeffer

  1. Die Zeit der Kirchenausschüsse     

6.1 Reichskirchenminister Kerrl     (19.07.35)                          

– Einsetzung eines Reichskirchenministers war langfristig geplant (Müller, Frick, Popitz)

– Beschlussstelle in Rechtsangelegenheiten der DEK (Vors. Kerrl)  ->  BK wurde der Weg zu ordentlichen Gerichten verbaut  (Juni ´35)

– Übertragung Zuständigkeit der Kirche auf Kerrl  –  Frick u. Rust mussten abgeben

– Koch kannte Kerrl aus Abg.zeit  /  Kerrl = Antisemit

6.2 Preußensynode zu Steglitz     (22.-26.09.35)                                

– alarmierende Ereignisse:
Ÿ staatlich geförderte antisemitische Hetze wird gesteigert
Ÿ schwere Eingriffe des Staates in die Kirche (Verhaftungen, Ausweisungen, etc.)

– Schwerpunkte: Freiheit der Verkündigung, der Sakramente und der kirchl. Ordnung

– unversöhnliche Gruppen in der öffentlichen Stellungnahme zur Judenfrage

– Koch versuchte, ein öffentliches Wort zu verhndern (Erpressung ggü. Vogel)  /  Kochs Grundsätze dazu

– Lediglich ein Wort über die Judentaufe wurde beschlossen

6.3 Reichssynode zu Bad Oeynhausen     (18.-22.02.36)                

– Kerrl: Vertrauen durch Gespräche u. Gesten gewinnen

– Stellungnahme zu Mitarbeit in RKA u. LKA als Richtungsstreit

– Sitzung des RBR v. 3.01.36 (17:11) – Entmachtung der 1. VKL

– Koch für bedingte Mitarbeit (+ Gründe)  ->  Kritik von Bonhoeffer, Perels u. Ehrenberg

– Bildung eines neuen RBR u. 2. VKL

6.4 Provinzialkirchenausschuss der Kirchenprovinz Westfalen     (April ´36)     

– Einflußnahme v.B. auf Koch: mit KA probieren / Ablehnung von Dahlem III,3 / Dahlemiten aus Gremien entfernen / ev. Kirche solle Einigkeit demonstrieren / Kerrl sei lang erwartete Chance

– Bildung eines PKA in Westfalen  (14.04.36)

– westf. BK-Synode (19.04.36) – Beschluß: Zusammenarbeit mit KA bedeutet Zersplitterung / Mehrheit gegen Kochs Linie der Tolerierung

– Ambivalentes Verhalten des westf. BRs – einerseits schwere Bedenken – andererseits Profit: durch Bildung des LKA wurden die größeren Gemeindevertretungen aufgelöst u. deren Aufgaben an die Presbyterien übertragen (jedoch gerade dort hatten die DC durch die Wahlen die Mehrheit erhalten – während die BK in den Presbyterien die Mehrheit hatte  ->  letztlich Zustimmung des westf. BR)

6.5 Geistliche Leitung für Westfalen     (April-Okt. ´36)                      

– Betheler Verhandlungen (Koch mit preuß. LKA) – „Betheler Sätze“

– westf. BK.Synode: kritisch zu PKA – Ausschuß zur Stellungnahme gebildet (u.a. Koch, Lücking)

– Koch: „Entwurf einer Ordnung für die Ausübung der GL“ – Simultaneum – zwei Geistliche Leiter für Westfalen – Zustimmung des westf. BRs

– Kerrl an Koch: Leitungsämter in Bruderräten niederlegen

– Bildung GL Koch u. Fiebig (Lücking u. Steil = Mitarbeiter u. Vertreter im Konistorium

– Rücktritt Zoellner u. Abberufung PKA u. LKA durch Kerrl

6.6 Denkschrift an Hitler       (4.06.36)               

– Ziel 2. VKL: interner Hinweis an Reg. Auf bestehende Mißstände u. Warnung vor Fehlern

– Koch u. RBR stimmten der Eingabe zu, jedoch ohne exakte Kenntnisse des Inhalts

– Trotz vereinbarter Geheimhaltung erschien die Denkschrift im Ausland

– Koch verlangte von Präsidialkanzlei u. Reichsjustizministerium die Suche nach Schuldigen – ohne Erfolg, beide hatten keinInteresse daran

– Kanzelabkündigung mit entschärften Inhalt (erstellt: Koch, Niemöller, Steil, Soden) – 23.08. verlesen

– Koch hatte mit neuer Verhaftungswelle gerechnet – er hatte zahlreiche Drohungen erhalten (Vorwurf: Landesverrat) – blieb aus

– Verhaftung von Weißler, Tillich u. Werner Koch

  1. Die Vorbereitung der Kirchenwahl  

7.1 Neujahrsgruß   (Jan. ´37)                  

– Aufgabenfelder: Ökumene  /  Verhältnis zw. Staat u. Kirche  /  Erneuerung Gemeinde-körperschaften durch Wahlen

– Trennungslinie zu Kerrl: Eingriff des Staates von außen in kirchl. Bereich

7.2 Kerrls „Verordnungswerk“    (Febr. ´37)                  

– Gespräch Koch mit Bell: Koch erwartet nach Ende des RKA harten Schlag gegen Kirche

– Kerrls „Verordnungswerk“: zwei Säulen / Simultaneum (Landeskirchen mit BK / DC) – Dis-ziplinarordnung – „Kirche müsse das Primat des Staates anerkennen“ – keine erneute Kirchenwahl

7.3 Hitlers Wahlerlass   (15.02.37)                     

– Beratung auf Obersalzberg – Hitler lehnt Kerrls Pläne ab – Erlaß: „Neuwahl der Generalsynode“

7.4 Stellungnahme zur Wahl                                          

– Freude bei Koch – jedoch: Wahl muss nach kirchlichen Gesichtspunkten geführt werden: Anmeldung zur Wählerliste u. kirchl. Qualifikation für die Wählbarkeit

– Kerrl: Wahl wurde nicht der Kirche, sondern dem Kirchenvolk überlassen = alle Deutschen in ev. Kirche

– Koch: größere Selbstständigkeit der preuß. Provinzialkirchen

7.5 Vortragsreisen und Wahlkampf       

– Ziel: Sammlung der Gemeinden u. Informatio über Grundsätze der BK

– Predigt über 1. Kor. 4, 6

7.6 Reaktionen des Staates     (Juni ´37)                      

– Gestapo beobachtet Wahlversammlungen der BK – Schutzhaft, Redeverbot, Ausweisungen  ->  BK setzte verfolgte Pfarrer auf Fürbitteliste

– Kirchenaustritte wurden von der Kanzel verlesen  ->  Verbot von Frick

– Zerschlagung der Bruderräte: Verhaftung während der Sitzung des RBR (23.06.) durch Gestapo

7.7 Das Ende der Kirchenwahl   

– Sitzung RBR v. 23.06. – Beratung über Wahltermin am 27.06. – Beschluß (trotz Verhaftungen): keine Beteiiligung aufgrund der kürze der Wahlvorbereitungen

– wegen Boykott war Wahl für die NS-Führer sinnlos geworden – aber keine offizielle Absage – Kerrl: Hitler aufgrund des Boykotts abwartend

7.8 Judenfeindschaft und Altes Testament     

– mit Wahlerlass setzte neue Propaganda-Welle gegen Juden u. Juden-Christen ein

– DC-Rehm: Wahlkampf mit „judenfreier Kirche“ als Parole

– Kerrl: antisemitische Rede

– Antwort Koch: Festhalten am AT u. Jesus als Jude

7.9 Ehrenberg         

– Hetzkampagne des Staates gg. E.  (div. Vorwürfe)

– E. bat Koch um Hilfe – Koch: schwer, gegen Staatliche Anschuldigungen zu verteidigen; Rat: Angebot des EOK auf Pensionoerung annehmen

– Verhältnis Koch zu E.: politisch u. kirchl. vers. Ansichten (Mitarbeit in RKA; Verh. Staat zu Kirche; Bildung einer GL)

– Flugblatt von Koch zugunsten E.´s

  1. Das Jahr 1938   

– Verhaftung u. Verurteilung von Martin Niemöller – KZ Sachsenhausen

– Verhaftung von Koch – Stimmung auf dem Tiefspunkt – innere Emigration (übermächtige Staatsmacht / Gefühl der Ohnmacht u. innere Distanz)

– Koch = unbestrittener Kirchenführer in Westfalen (70%)

8.1 Treueid auf Hitler    (April-Juli ´38)               

– Werner: Treueid  +  „Ansprache“  –  Geschenk für Hitler zum Geburtstag

– Koch: Trennung zw. Diensteid u. Beamteneid – Forderung durch Staat muss klar erkennbar sein

– Kochs „Schlingerkurs“ – 4. BK-Syn. In Westfalen – Verhandlungen mit Werner u. Konsistorium – „Erklärung zu Treueid“

– Rundschreiben von Bormann; Kerrl wußte frühzeitig Bescheid

8.2 Barths Brief an Homádka    (Sept. ´38)                   

– Barth wurde bei BK immer unglaubwürdiger

– Schreiben an H.: Aufforderung zu kriegerischem Handeln, angesichts der aggressiven deutschen Forderung gg. Tschechoslowakei auf Abtretung des Sudetenlandes

– Troteste aus der BK (u.a. 2. VKL) – Koch: fürchterlicher Irrtum

8.3 Gebet um Frieden    (Sept./Okt. ´38)

– Koch: besondere Bittgottesdienste für Erhalt des Friedens in Westfalen
  -> konkrete Kriegsgefahr mit Tschechoslowakei

– VKL: Liturgie für Gebetsgottesdienst

– Kerrl ließ VKL maßregeln – Hitler hatte KZ abgelehnt

– Kochs Begriff von Frieden

8.4 Entmachtung       (25.02.38) 

– AusführungsVO zur 17. DVO (EOK – Dr. Werner) – Aufgaben des Provinzialsynodalverbandes wurden dem Konsisorium übertragen, ebenso wie die Rechte des Präses – Folge: Enmachtung Kochs und des Provinzialkirchenrat und Zerstörung der presbyterial-synodalen Ordnung

– Protest von Koch – erfolglos: Kerrl stellte sich hinter EOK

8.5 Lücking           (10.06.38)           

– Lücking war Kochs Verbindungsmann zum westfälischen und altpreußischen Bruderrat

– Verhaftung am 10.06.38 – Untersuchungshaft und Verbannung

– Koch: verschiedene Eingaben bei staatlichen Sgellen

– Koch mehrfach krank

8.6 Essener Verhandlungen      (27.-30.04.38)           

Versuch Kirche zu vereinigen und Kirchenleitung zu bilden

– Konferenz in Essen – drei Entwürfe:
1. Stellung zu Barmen („Essen I“)
2. Regelung Verhältnis zu DEK („Essen II“)

  1. Regelung Verhältnis zu APU („Essen III“)

– Kerrl reagiert nicht auf Kochs Schreiben

8.7 Reichspogromnacht        (9.11.38)     

– Koch hatte resigniert und konnte sich zu keinem öffentlichen Protest entschließen – er stimme der Aktion nicht zu und war betroffen angesichts der Aggression

– Schreiben von Bodelschwingh an Koch (30.10.): Verschwörungstheorien ggü Juden / v.B. bekannte sich zu Stöckers Antisemitismus / Hitler als gottgewolten Führer

– Schreiben von Bodelschwingh an NS-Kreisleiter: Juden seien selber schuld!

  1. Von der Epiphanias-Synode bis zum Kriegsbeginn      

– Jahrestag der Überführung von Martin Niemöller ins KZ Sachsenhausen – Koch ordnete Bittgottesdienste für Westfalen an und lud alle Superintendenten zu einer Feierstunde ein

9.1 Epiphanias-Synode        (28.-31.01.39)      

– Schwerpunkt: Prüfungsfrage – Synode von BKdAPU lehnte die Berufung von Pfarrern durch das Konsistorium ab, da diese nicht an das Bekenntnis gebunden seien. Koch arbeitete in Westfalen mit dem Konsistorium zusammen.

9.2 Angriff des „Schwarzen Korps“     (30.03.39)

– Hetze gegen Koch – Vorwurf: Unterstützung von jüdischen Mitbürgern

9.3 Godesberger Erklärung          (März ´39)

– Tagung der „Nationalkirchlichen Einigung Deutschen Christen“  (Deutschen Christen) und der kirchlichen Mitte: Christentum stamme nicht vom Judentum ab; christlicher Glaube ist unüberbrückbarer Gegensatz zum Judentum

– Koch an Werner: Kritik an „NE DC“ – Gegensatz von Christentum und Judentum beruhe nicht auf Rassenlehre, sondern aus der lehre des Heils aus der Gnade Gottes.

– Institut zur Erforschungdes jüdischen Einflusses: Entjudung der Kirche und des Christentums

9.4 Fragebögen zum Abstammungsnachweis (12.05.39)

– Erlass EOK (Werner) -> Konsistorien sandten Fragebögen zur Abstammung der Pfarrer an die Superintendenten

– Koch gab Fragebögen nicht weiter  +  Empfehlung an andere Superintendenten

– Schreiben Kochs an Konsistorium: Rücknahme wegen großer Unruhe in Pfarrerschaft

 – Kochs Standpunkt: Frage der Zugehörigkeit von Juden-Christen zur Pfarrerschaft / Trennung zwischen Dienst des Beamten und pfarramtlichen Dienst in Kirche

9.5 Einberufung einer westfälischen Bekenntnissynode        (Juli ´39)

– Anfrage auf Einberufung an Koch

– Koch: Voraussetzung ist Einigung über Ziele – Hauptfrage: Streit um theologische Legitimation

– Krieg beendet die Vorbereitungen

9.6 Ausbildung des theologischen Nachwuchses    

– Verlauf der Ausbildung (Generalsuperintendent / Adler / Koch / Konsistorium / Landeskirchenausschuss)

– Erlasse von Rust und Himmler – Auflösung der Predigerseminare und Sammelvikariate

– Neuregelung durch EOK (Anf. `38) – Problem: Legalisierung der „illegalen Prüfungen“ – Koch verhandelte mit EOK („Nachprüfungen“) – Pfarramt nur noch für legalisierte Pfarrer u. Drohung mit Gehaltssperre – Beteiligung von Professoren der Deutschen Christen an Prüfungen

– westfälischer Bruderrat gegen Teilnahme von DC-Professoren und Eintritt Kochs in konsistoriales Prüfungsamt – Koch dagegen akzeptierte die Auflage um möglichst viele Kandidaten in ein Pfarramt zu bekommen (-> finanzielle Absicherung der Kandidaten / Verhinderung von Pfarrer der Deutschen Christen)

– Konflikt mit BRdAPU: Koch solle sich ihm unterstellen – Koch: Beschlüsse des BRdAPU in Westfalen oft nicht umsetzbar, deshalb solle der BRdAPU vor Verabschiedung die Vorlagen der Kirchenprovinzen zur Stellungnahme vorlegen; „Kampfmodus ist beendet“.

–  Sondergerichtsverfahren gegen Koch wegen Abhaltung illegaler Prüfungen

9.7 Exaudi-Synode     (20.-22.05.39)

– Synode sprach Werner (EOK) und Konsistorium jedes Recht ab, theologische Prüfungen vorzunehmen und Pfarrer einzuführen

– Kritik an Godesberger Erklärung

9.8 Rückzug aus dem westfälischen Bruderrat           (10.06.39)

– Schreiben von Koch an westfälischen Bruderrat -> Erklärung und Rücktritt -> zukünftige Ziele: Versorgung der Gemeinden / Fürsorge für theologischen Nachwuchs und Beratung der Gemeinden

– Kritik an Bruderrat: Verkennung der Umstände – 218 der 271 Kandidaten gingen den Weg Kochs – harte Zeiten für die sog. „Renitenten“

– Gespräche zwischen Koch und Dahlkötter/Bruderrat – ohne Konsens

  1. Kriegszeit

– Hitler´s Rede: aufgezwungener und gerechter Verteidigungskrieg

10.1 Hitlers Weg zum Krieg

– Ziel Außenpolitik: Erweiterung des Lebensraums, auch durch blutigen Eroberungskrieg / Hauptfeind: Sowjetunion und Frankreich / Maßnahmen: Aufrüstung und Kriegsvorbereitung im Innern unter Friedenspropaganda nach außen (Mein Kampf 1926)

– nach Machtergreifung: massive Wiederaufrüstung und allgemeine Wehtpflicht / „Friedenstricks“ – Reden, Interviews und Vorträge: Darstellung als friedliebender Politiker / Ausland ließ sich täuschen

– Gewaltmaßnahmen: Österreich, Rheinland, Tschecheslowakai, Austritt aus Völkerbund

–  Kriegsvertreungspaln für Superintendenten, Beschlagnahmung von Altmetall, Aufklärungs broschüren und Luftschutzübungen (ab 1937)

10.2 Hitlers Burgfrieden       (9.09.39)

– „Burgfrieden-Erlass“: Verbot aller Aktionen gegen evangelische und katholische Kirche auf Dauer des Krieges

– Gründe: Unruhe in Bevölkerung; Rücksicht auf Wehrmacht; nationale Geschlossenheit; Kriegsanstrengungen nicht zu vereiteln

– eigenmächtige Auslegung durch Goebbels, Himmler, Bormann, etc.

– Gnadenerlass für Zivilbevölkerung

10.3 Konflikt mit Fiebig         (Okt. ´39)

– Fiebig = Nationalkirchliche Einigung Deutsche Christen u. Godesberger Erklärung

– offener Brief von Fiebig an Koch: Aufforderung, künftig Anweisungen der Reichskirchenregierung befolgen und der Bekennenden Kirche absagen

– Antwort Koch: um guter Verhältnis zwischen Bekennender Kirche und Deutschen Christen bemüht  /  von Fiebigs streitsüchtigem Verhalten enttäuscht

10.4 Zusammenarbeit mit Thümmel und dem Konsistorium

– Insgesamt war Thümmel um Zusammenarbeit mit Geistiger Leitung Koch bemüht – von kleineren Einzelfällen abgesehen

– Verhältnis Thümmel zu Koch  /  Verhalten Thümmels als Präsident  /  Koch und Konsistorium

10.5 Kirchliche Arbeit im Krieg

– Rückzug auf kirchlichen Dienst (Verkündigung, Seelsorge) – keine Kirchenpolitik mehr – Koch zu radikalem Flügel – Einsatz für Pfarrer (u.k.-Stellung, Schriftgut an Front) – Pfarrerrüsttage

– Bericht über Verhältnisse im Mai ´43

10.6 Exkurs: „Theologisch-ethische Besinnung über den Krieg“

– Vitae Peter Brunner

– Luthers Regimenterlehre – Verhältnis zwischen Obrigkeit und Untertan – Problem des Krieges (u.a. Def.; Subjekt der Kriegsführung; Schutzgut; Anfechtbarkeit eines Krieges; Ruf zu den Waffen; Verantwortung hat die Staatsgewalt)

– Kritik an Brunners Ethik

10.6 Stellungnahmen im Krieg

– Koch: gutgläubig gegenüber „Verteidigungskrieg“ – Zustimmung mit Argumenten Brunners; jedoch: keine Kriegsbegeisterung (wie Deutsche Christen, Meiser, Marahrens)

– Rundbriefe an Amtsbrüder im Feld: Aufruf zur Mission, Mutmachung, Büchersendungen (u.a. Althaus) – Gebet für Frieden (nicht für Sieg).

– Mitte 1942: pessimistische Grundhaltung – Vorschlag: Predigttext aus Klagelieder des Jeremias

– Weihnachtspredigt 1944: regimekritisch

– Drohung mit Ermordung zu Kriegsende durch SS – Koch befürchtete, dass er mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches als Oppositioneller „umgelegt“ würde

– Einigungswerk – Beratung zwischen Koch und Wurm

Ausblick: Nachkriegszeit  

– Rede Wurms in Treysa

– Rede Martin Niemöllers in Treysa

– Koch: Stellung zur Schuld der Kirche (Kundgebung)

Rezensionen

FAZ

[...] Chronologisch stellt Arends detailliert und dicht belegt Kochs Wirken im „Dritten Reich“ dar. Dabei verbindet er konsequent die regionale und überregionale Ebene des Kirchenkampfes.

Theologische Literaturzeitung

[...] Hier liegt eine besondere Perspektive begründet, die sich in der Interpretation be­merkbar macht und kirchenrechtliche Grundmuster zutage fördert – anders als das in manchen kirchengeschichtlichen Darstellungen der Fall ist.

Hessisches Pfarrblatt

[...] In einer knappen und intensiven Einleitung gibt der Autor einen Überblick über die Biografie Karl Kochs. Dann geht es in die Details und man muss anerkennen: Arends hat im Rahmen seiner Arbeit eine herausragende Quellenforschung geleistet.

Jahrbuch für Kirchengeschichte

[...] Insgesamt behält das Buch auch den strengen Charakter einer Dissertation bei. Die 307 Textseiten sind im nüchternen Duktus ohne stärkere persönliche Färbung verfasst; es folgen 2.254 Anmerkungen als eigener Anhang – was zwar die Lesbarkeit der Textseiten, nicht aber das Finden der oft inhaltsreichen und ergänzenden Anmerkungen erleichtert. Ein sehr ausführliches Quellen- und Literaturverzeichnis und ein vergleichsweise knappes Personen- und Stichwortverzeichnis beschließen die Ausgabe.

Perlentauscher

Rainer Hering sieht in Martin Arends' Dissertation über den einerseits stark mit den Ideen der Nationalsozialisten sympathisierenden, andererseits im Pfarrernotbund gegen den Arierparagrafen sich einsetzenden Kirchenpolitiker Karl Koch einen wichtigen Baustein der Kirchenkampfgeschichtsschreibung.

Über den Autor

Martin Arends studierte Rechts- und Politikwissenschaften (Promotion) in Hannover. Nach Tätigkeiten an der dortigen Leibniz-Universität ist er im kommunalen Bereich aktiv. Die Biographie stellt das Ergebnis einer jahrelangen Forschung über die Verfolgung der evangelischen Kirche im Dritten Reich dar und wurde von der Philosophischen Fakultät als Dissertation angenommen.

Buchvorstellung

Die Ausführungen in diesem Beitrag zur Kirchengeschichtsschreibung versuchen, die Rolle des Pfarrers Karl Koch als Politiker und Abgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei, der das Verhältnis der evangelischen Kirche zur Republik von Weimar prägend mitgestaltet hat, wirklichkeitsgenau zu bestimmen und dessen weltanschauliche Ansichten neben der politischen Haltung zu rekonstruieren. Sein Handeln hat Koch unter den Ausspruch des Apostels Paulus gestellt: „Dabei übe ich mich zu haben allezeit ein unverletztes Gewissen, vor Gott und den Menschen“ (Apo. 24, 16). Über vier Jahrzehnte gehörte der Pfarrer, Präses und Politiker Koch zu den einflussreichsten kirchenpolitischen Akteuren seiner Zeit nach dem Kaiserreich bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Durch seinen Einsatz als Abgeordneter der DNVP erlangte er einen großen Bekanntheitsgrad. Den Grundstein dafür legte er in sei-nem Einsatz zugunsten der evangelischen Kirche während der Weimarer Republik. […]

Kontakt

Verlag Edition coram deo
Dr. Martin Arends
Weißdornstraße 40
31228 Vöhrum.

info(at)edition-coram-deo.de